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Kirchen im Alten Land

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Auf nach Holland

 Mit einem so freundlichen Empfang haben wir nicht gerechnet! Zahlreiche Familien hatten sich in dem kleinen holländischen Ort Leimuiden zusammengefunden, um uns zu begrüßen! Lange schon hatten wir die Fahrt in die Heimat Priester Heinrichs geplant. Unsere Idee war es einen Jugendaustausch anzuregen. Wir wollten auf den Spuren Priester Heinrichs wandeln und uns mit der Urbarmachung von Feuchtgebieten vertraut machen. Water-Management nennen die Holländer das System, um aus Moorland oder Seelandschaften neuen Lebensraum zu gewinnen. Heute zählen sie auf der ganzen Welt zu den erfahrensten Experten.Der Kulturverein aus Steinkirchen unterstützte uns finanziell. Die Samtgemeinde stellte uns den Bus zur Verfügung. So stand der Reise nichts mehr im Wege. Vier junge Leute im Alter von 14-17 Jahren kamen mit: Laura Schwenkenberg aus Mittelnkirchen, Ann-Catherin Lehnhausen aus Hollern-Twielenfleth, Lilli Jarck und Cara Riedel aus Steinkirchen. Mit dabei waren außerdem Pastor Olaf Prigge, Diakonin Elke Woyth und Peter Baylis aus Himmelpforten, der uns als Dolmetscher und Fahrer unterstützte. Nach dem bewegenden Empfang verbrachten wir den ersten Abend im Saal der katholischen Ortsgemeinde. Die Bürgermeisterin des Ortes kam höchstpersönlich. Sie trug eine goldene Kette um den Hals und begrüßte uns sehr herzlich. Wir erhielten Gastgeschenke und unsererseits überreichten wir Äpfel aus dem Alten Land. Nach einem lebhaften Abend ging es in die Gastfamilien. Am folgenden Tag besuchten wir einen großen holländischen Viehbetrieb. Ein junger Bauer zeigte uns stolz, wie seine Kühe von einem Milchroboter gemolken wurden. Unheimlich erschien uns diese moderne Einrichtung. Wir fantasierten, ob es eines Tages auch pflückende Roboter für Apfelbäume geben wird. Auf einer Moorwiese spielten wir das Holländische „Bauerngolf“. Mit einem am Stock befestigten Holzklotz, eigentlich Holzschuhe ging es darum, einen Ball zu spielen. Mittags standen in der rustikalen Scheune des Bauern ein „Haufen Pfannkuchen“ für uns bereit. Den Nachmittag verbrachten wir in Amsterdam. Für die jungen Leute war das ein echtes Highlight. Ein kleines Wunder, wie wir uns in dem dichten Gedrängel von Fahrrädern und Menschen aller Nationalitäten durchfanden. Wir sahen die berühmten Grachten mit ihren mit telalterlichen Brücken. Mit den vielen Einkaufsmöglichkeiten, einem Besuch im buddhistischen Tempel, dem Hardrock- Cafe und der Kirmes auf dem Marktplatz war für jeden etwas dabei. Am Sonntag besuchten wir einen Gottesdienst in der reformierten Kirche.Vor dieser Kirche entdeckten wir auch die Skulptur Priester Heinrichs. Bekanntlich gibt es zwei Ausführungen. Eine steht in Steinkirchen und die andere hier, in seinem Heimatort. Der Go t t e s d i e n s t war für uns ungewöhnlich. A n d e r s als bei uns gibt es hier keine Lit u r g i e . Lesungen und die P r e d i g t n e hme n e i n e n breiteren R a u m ein. Pastor Prigge sprach ein Grußwort und erteilte der Gemeinde den Segen. Die Kirchenvorsteher luden uns zu einem Empfang ein und zeigten sich ebenfalls sehr freundlich. Am Mittag besichtigten wir eine Windmühle. Der Müller führte uns vor, wie die Flügel in Gang gesetzt werden. Extra für uns nahm er die Mühe auf sich, die Windflügel zu beflaggen. Dann ging es mit einem alten Lastkahn hinaus auf das Braassemermeer und von dort in einzelne Flussarme. An vielen Stellen liegt das Wasser höher als Land. Die Kanäle sind von leichten Dämmen umgeben. Kaum zu glauben, wie sie Überschwemmungen standhalten. An manchen Orten parken Bewohner ihre Boote direkt vor dem Haus. Es erinnert daran, wie wir unser Auto vor dem Garten abstellen. Die Holländer haben sich optimal mit dem Wasser arrangiert. Abends trafen wir uns zu einem Buffet  im Gemeindesaal. Zugleich war es für uns das Abschlussfest. Am nächsten Morgen ging es wieder zurück nach Deutschland. Bei der Verabschiedung gab es Tränen. Lange winkten uns die Gastfamilien nach. Wir alle spürten den sehnlichen Wunsch, wie schönes wäre, wenn wir uns im Alten Land wiedersehen. Im nächsten Jahr wird Priester Heinrich 900 Jahre, eine gute Möglichkeit, das Jubiläum gemeinsam zu feiern! Pastor Olaf Prigge Unsere Gastfamilien in Leimuiden vor dem Priester Heinrich Denkmal

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