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Kirchen im Alten Land

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Geistliches Wort

Sterne im Blick

Im Advent leuchten die Sterne besonders, ob am Himmel oder in manchen Fenstern. Erinnerungen kommen mir in den Sinn. Als Kinder sangen wir Weißt du wieviel Sternlein stehen? An das Märchen vom Sterntaler muss ich denken.
In solchen Sternenstunden tun sich die geheimen Fragen des Lebens auf. Daher spielen Sterne auch in der Bibel eine besondere Rolle. Von Abraham wird erzählt, wie er unter den weiten Sternenhimmel tritt. Mit dem Blick in jener Nacht vernimmt er die Stimme Gottes. Er wird seinem Ruf folgen. Auch in den Psalmen begegnen uns solche Momente. Indem der Beter hinaufschaut, wird ihm bewusst: Im Glanz der Sterne spiegelt sich mehr als ein zauberhaftes Licht. Er fragt sich: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Ihm wird bewusst: Die Planeten haben das Licht nicht von sich selber. Nicht anders verhält es sich mit dem Menschen. Das Lebenslicht wird ihm von Gott geschenkt - und mit dem Licht eine eigene Würde. Daher kann er auch von ihm sagen: Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.
Eine solche Würde empfindet nicht jeder. Im alltäglichen Leben geht der Glanz schnell verloren. Das zeigt sich im Advent. Diese Zeit macht nicht nur für schöne Stimmungen empfänglich, sondern auch empfindlich und lässt uns spüren, woran es uns fehlt.
Nicht viel anders ergeht es Abraham. Er musst so einiges entbehren. Nachdem er Gottes Wort gehört hat, wird er seine Heimat für immer verlassen. Doch in alldem vertraut er sich Gott an und bekommt damit den nötigen Abstand von sich selber. Eben dieser Glaube wird sich ihm später auszahlen.
Ein Blick in die Sterne macht es möglich. So kann ich nur sagen: Wohl dem, der es vermag, über sich hinaus in die Weite Gottes zu schauen. Dem steht sein Herz schon offen!

Ihnen und uns allen wünsche ich damit eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

Ihr Olaf Prigge, Pastor