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Kunst in Kirchen - - - anschauen und gebrauchen

 
 

Ein Grußwort des Superintendenten zu der Veranstaltungsreihe in 2010:

„Kunst und Handwerk zur Ehre Gottes“
 
 
Der Ausschuss „Kunst in der Kirche“ der Altländer Kirchenstiftung hat in Kooperation mit dem Schwedenspeichemuseum für die Monate August bis November 2010 ein abwechslungsreiches Programm organisiert. Dafür danke ich allen Beteiligten sehr herzlich!
 
Ich freue mich, dass diese Veranstaltungsreihe entstanden ist. Und als Pastor i. R. Bodo Kromus mich gebeten hat, dafür im Namen des Ev.-luth. Kirchenkreises Stade die Schirmherrschaft zu übernehmen, habe ich gerne zugesagt.
 
Die Veranstaltungen bringen Geschichte und Gegenwart sowie Kunst und Kirchen mit den Menschen dieser Region zusammen. Es geht um die Kunstgegenstände in den Kirchen, zu denen natürlich auch die Abendmahlsgegenstände zählen, die „vasa sacra“, die heiligen Gerätschaften.
 
Aber dieser Gegenstände sind nicht in dem Sinne heilig, dass sie nur betrachtet und nicht auch gebraucht werden sollten oder könnten. Im Gegenteil! Erst im Gebrauch entfalten sie ihre kunstvoll gestaltete Heiligkeit, indem Sie den Menschen, die sie in Gebrauch nehmen, die liebevolle Zuwendung Gottes nahe bringen.
 
Im Abendmahl wendet sich Gott uns Menschen zu und ist in unserem Glauben mitten unter uns. Hier stehen wir in den ökumenischen Gesprächen zwischen der evangelischen und katholischen Kirche gerade an einem spannenden Punkt, an dem ich mich selbst auch engagiert einbringe und mich für das gemeinsame Abendmahl stark mache.
 
Zwar gibt es in einzelnen theologischen Fragen auch beim Abendmahl durchaus unterschiedliche Aussagen oder Schwerpunkte. Das ist nicht unwichtig. Aber im Grundsatz sind wir uns bei aller Verschiedenheit in diesem Punkt einig, dass Gott sich uns zuwendet und gegenwärtig ist. Gott ist es, der im Abendmahl handelt, uns vergibt, tröstet und aufrichtet!
 
Für diese Abendmahlsfeier haben sich im Laufe der Geschichte ganz verschiedene Formen entwickelt, die neben den thematisch interessanten Vorträgen an den einzelnen Veranstaltungsorten auch zum Ausdruck kommen sollen: Der Gemeinschaftskelch - mit dessen in der Gravur gelegentlich dokumentierter Einführung in aller Regel die praktische Durchsetzung der Reformation datiert werden kann - und die Einzelkelche, die Wandelkommunion und die „intinctio“, das Eintauchen der Oblate in den Kelch.
 
So wünsche ich der Veranstaltungsreihe ein gutes Gelingen und dem Organisationsteam sowie den Teilnehmenden Gottes Segen, der in den kunstvoll gestalteten Gegenständen anschaulich und im glaubensvollen Gebrauch der Abendmahlskelche zugleich erfahrbar werden möge.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihr  Dr. Thomas Kück
Superintendent