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Kirchen im Alten Land

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Geistliches Wort

Liebe Leserin, lieber Leser!
Die Hollerner haben sogar den Altar ihrer Kirche umgebaut. Die Heiligenfiguren kamen raus, dafür kam ein Abendsmahlbild mit Jesus Christus in die Mitte. Und ganz oben an der Seite zwei weitere neue Bilder: links ein Portrait Martin Luthers und rechts eines seines Freundes Philipp Melanchthon.
Die Reformation hat auch im Alten Land ihre Spuren hinterlassen. Im Jahr 2017 feiern  wir den 500. Jahrestag. 1517 veröffentlichte Luther seine "95 Thesen gegen den Ablass". Er heftete sie an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg, die die Funktion eines Schwarzen Brettes der Universität hatte. Der "Ablass" war ein Riesenthema auch in der Gesellschaft. Man konnte sich "Ablassbriefe" in der Kirche kaufen. Damit glaubte man die Strafzeiten im Fegefeuer zu mindern. Und weil die Menschen in diesem finsteren Jahrhundert alle große Angst vor Hölle, Teufel und Strafe Gottes hatten, lauften sie fleißig diese Papiere. Das eingenommene Geld wurde von der Römischen Kirche gebraucht, um den monumentalen Pertersdom in Rom zu bauen.
Luther und seine Freunde ärgerten sich darüber. Sie wollten ihre Kirche verändern und reformieren. An eine Trennung oder eine Spaltung dachte niemand. Sie suchen Rat in der Bibel.
Kaum jemand kannte die Inhalte der Heiligen Schrift, denn sie gab es nicht auf Deutsch. Sogar die Gottesdienste wurden auf Lateinisch gehalten.
Luther forschte in seiner Bibel und machte die Entdeckung, dass Gott ein liebender Gott ist und keiner, vor dem man Angst haben muss. Und das muss den leuten auch gepredigt werden, natürlich auf deutsch.
Sein Kampf führte zunächst nicht zu einer Veränderung, sondern Luther wurde rausgeworfen - exkommuniziert. So entstand die Evangelische Kirche. Das ist nun 500 Jahre her -  und im Jahre 2017 machen wir uns auf die Siche nach unseren Wurzeln, und wir suchen auch wieder das Gemeinsame.

Ihr Pastor Uwe Junge