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Kirchen im Alten Land

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Das Ehrenamt

So manch einer, der sich ehrenamtlich betätigt, mag das schon gedacht haben.

„Ehrenamt“ - woher kommt eigentlich der Begriff? Und ist er noch passend? Als „Ehrenamt“ wird heute eine Tätigkeit bezeichnet, die freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich geleistet wird. „Freiwillige soziale Arbeit“ und „Bürgerliches Engagement“ ersetzen zunehmend den Begriff.

Der Begriff „Ehrenamt“ ist im 19. Jahrhundert entstanden. Im Paragraph 191 der Preußischen Städteordnung von 1808, der die kommunale Selbstverwaltung regelt, wird der Begriff erstmals verwendet. Jeder Bürger konnte danach verpflichtet werden, öffentliche Stadtämter ohne Entlohnung zu übernehmen.  Neu war der Gedanke nicht. Schon in der Antike engagierten sich Männer „ehrenamtlich“ für die Belange ihrer Gemeinschaft. Und für diejenigen, die sich dieser Aufgabe entzogen, gab es auch einen Begriff: Idiótes!

Seitdem hat sich die ehrenamtliche Arbeit sehr verändert. Kirche, Vereine, Verbände, Initiativen, die politische Gemeinde - ja unser gesellschaftliches Leben ruht auf dem freiwilligen Engagement von Frauen und Männern. Schätzungsweise 23 Millionen Menschen über 14 Jahre sind in unserem Land ehrenamtlich tätig, davon mehr als eine Million in der evangelischen Kirche. 

Was heißt das für unsere Kirchengemeinde? Eine Auflistung der vielen Aktivitäten birgt das Risiko, etwas zu vergessen: Besuchsdienstkreis, Seniorenrunde, Teamerarbeit, Bibelgesprächskreis, Kirchenwacht, Kuchen backen für Café zur Orgel, Klönkreis, Hilfe beim Gemeindefest, Gestaltung des Gottesdienstes, Redaktion des Glockenschlags und Verteilung (;-), Neugestaltung des Friedhofs, da wird einfach mal Hand angelegt, wenn es darum geht, etwas zu reparieren, Kirchenvorstand, Kinderbibeltage, …etwas vergessen? Bestimmt! Und so vielschichtig die ehrenamtliche Tätigkeit ist, so vielfältig und besonders ist das, was unsere Ehrenamtlichen einbringen und  sie zum Gelingen beitragen.

Wir sind dankbar für die Mitarbeit, die „bares Geld“ wert ist, die sparen hilft oder auch dazu führt, dass wir Gelder einnehmen. Aber das absolut beeindruckende an der ehrenamtlichen Tätigkeit ist doch, dass so viele unterschiedliche Menschen mit ihrem Können und ihrer Persönlichkeit unserem Gemeindeleben Gestalt geben. Es wäre nicht auszumalen, wie unsere Kirchengemeinde ohne SIE aussehen würde!

Viel Amt? Wenig Ehre? Welche Motivation trägt uns? Zusammensein mit Anderen? Sich austauschen? Sich mit Lebensfragen auseinandersetzen? Talente einbringen? Das Gefühl, etwas Gutes zu tun? Für Andere da zu sein? Die Kirchengemeinde „am Leben erhalten“? Die Aufstockung der Pfarrstelle? Es wäre schön, wenn jeder, der sich für unsere Kirchengemeinde engagiert, etwas Positives aus seiner Arbeit schöpfen kann.

Ohne das Ehrenamt wäre unsere Gemeinde nicht so lebendig und liebenswert. Und ohne das ehrenamtliche Engagement wäre es schwer, langfristig eine eigenständige Pfarrstelle in Borstel zu haben.

 DANKE!                         Karen Jäger