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A - wie Adam

Zitronen

Partywissen Gott – Adam

 

Erste Kolumne, erster Buchstabe des Alphabets, erster Mensch: Wir müssen unsere Reise durch die Bibelwelt mit Adam beginnen. Für biblische Verhältnisse erfahren wir in den Büchern Mose relativ viel über Adam, dennoch bleibt bei einer Lebensspanne von – für das alte Testament gar nicht so erstaunlichen - 932 Jahren naturgemäß eine Menge ungesagt. Da wir uns beschränken müssen, möchte ich mich hier auf die für uns Altländer sicherlich interessanteste Frage konzentrieren: Was war das denn eigentlich für eine Apfelsorte, die Adam da im Paradies genascht hat ? Zunächst mal ist da die enttäuschende Erkenntnis, dass es vermutlich gar kein Apfel gewesen ist. Die Tatsache, dass das lateinische Wort „malus“ (=“verboten“, verbotene Frucht) auch „Apfel“ bedeutet, führte im Mittelalter zu dieser mutmaßlichen Fehlinterpretation. Im Gegensatz dazu behauptete z.B. der Franziskanermönch John of Marignolli im 14. Jahrhundert, die Frucht der Erkenntnis müsse zweifelsfrei eine Zitrone gewesen sein. Begründet wird dies mit einer Geschichte aus den Apokryphen: demzufolge hatte Adams Sohn Seth einen Zweig vom Baum der Erkenntnis erhalten, den er nach dem Tod seines Vaters auf dessen Grab pflanzte. Aus dem Holz dieses Baumes wurde dann später das Kreuz Christi geschnitzt. Und dieses Kreuz, so John de Marignolli, sei schließlich, wie jeder wisse, aus Zitronenholz gewesen. Endgültigen Aufschluß darüber könnte eine DNA-Analyse der Kreuz-Reliquie geben, die noch heute in der römischen Kirche S. Croce verwahrt wird… Schmücken Sie ihren Weihnachtsbaum dieses Jahr doch einmal mit Zitronen, dann haben Sie auch ein Gesprächsthema für das Weihnachtsessen mit den Schwiegereltern ! Ein frohes Fest wünscht Ihnen ihr


 

Wolfgang Fischer